“Die spinnen die Römer”
Silvesterrüstzeit 29.12.2003 - 02.01.2004
Endlich war es wieder so weit! Die Fahrt auf Silvesterrüstzeit stand vor der Tür. In diesem Jahr ging es nach Wermsdorf.
Dort angekommen, erreichte einige von uns der erste Schock - die Zimmeraufteilung. Wie sollte man hier 24 Leute vernünftig unterbringen? Nach einigen Diskussionen war dieses Problem dann glücklicher Weise auch schon gelöst. Es war zwar etwas eng, aber dennoch gemütlich.
Nachdem die örtlichen Gegebenheiten untersucht worden waren, konnte man sich endlich dem lang ersehnten Abendessen widmen, bevor dann der Einstieg in die thematische Arbeit erfolgte.
Das Thema der vergangenen Silvesterrüstzeit lautete: “Die spinnen die Römer!”. Nach einigen, durchaus lustigen, Einleitungsworten, wurden Gruppen gebildet. Um den Römerbrief etwas besser verstehen zu können, haben wir uns also erst einmal etwas näher mit dem Verfasser dieses Briefes, Paulus, und dessen damaliger Situation auseinander gesetzt.
Mit einer kurzen Andacht begann dann der zweite Tag.
Damit war ein ruhiger Start in den Tag gegeben.
Nach dem Frühstück widmeten wir uns dann ganz dem Römerbrief; genauer gesagt dem Kapitel 5.
Wie können wir Frieden mit Gott erreichen? Das war die Kernfrage, mit der wir uns auseinander setzten. Eine schwierige Frage, die viel zum Nachdenken über das eigene Leben anregt.
Nach dem Mittagessen hatten wir Zeit für individuelle Tätigkeiten, bevor am Nachmittag ein Geländespiel auf dem Plan stand, dass uns mit der Zeit den Atem doch etwas zu rauben begann.
Der stille Abend gab dann jedoch genug Ruhe, um wieder Energie zu tanken. Jeder konnte das tun, wozu er gerade Lust hatte. Einzige Bedingung war, nicht zu sprechen. Das war teilweise gar nicht so einfach.
Der Mittwoch begann wieder mit einer kurzen Andacht.
Das Thema behandelte die Kapitel 9 bis 11 des Römerbriefes. Diese enthalten einige schwierige Stellen, die unseren Verstand und unsere Ansichten doch etwas durcheinander gebracht haben. Nach einigen heftigen Diskussionen konnte man dann aber doch etwas Licht in das Dunkel bringen. Am Nachmittag machten wir noch einen ausgedehnten Spaziergang, um etwas frische Luft zu schnappen. Im Anschluss an das Kaffeetrinken besuchten wir einen Altjahresgottesdienst in der nahe gelegenen Kirche.
Das Jahr endete schließlich mit einem Spieleabend und einer kurzen Andacht kurz vor dem Jahreswechsel.
Das Jahr 2004 war angebrochen. Es begann sehr ruhig. Jeder hatte Zeit das alte Jahr noch einmal Revue passieren zu lassen. Die anschließende Gebetsgemeinschaft gab jedem die Möglichkeit seinen Dank und auch seine Probleme vor Gott zu bringen.
Inzwischen war es sehr spät (oder auch zeitig) geworden. Und doch dachten einige noch lange nicht daran ins Bett zu gehen und spielten noch bis morgens 6.30 Uhr Monopoly.
(Sie sahen trotz des späten Aufstehens, dementsprechend aus.)
Der Donnerstag war durch das entfallene Frühstück ziemlich kurz. Um die geistliche Arbeit nicht zu vernachlässigen, widmeten wir uns am Nachmittag dem “Leben in der Gemeinde” (Römer 13).
Am Abend wurde es dann lustiger, da wir uns “Findet Nemo” angeschaut haben.
Der Freitag war dann leider schon unser letzter Tag.
Das Thema am morgen erforderte kleinere schauspielerische Leistung, welche durchaus zur allgemeinen Belustigung beitrug. Inhaltlich wurden noch einmal verschiedene Stellen aus dem Römerbrief herausgegriffen, die bis dahin noch nicht direkt angedacht worden waren.
Am Nachmittag wurden dann die Sachen gepackt und nach einer kurzen Auswertungsrunde und dem üblichen Gruppenbild ging es dann schließlich wieder nach hause.
Heidemarie Schaarschmidt, Matthias Canzler


